Innere Werte

Innere Werte

Grundsätzlich ist das Modell nicht mit einer Inneneinrichtung versehen. Die beigelegten Scheiben sind schwarz, das sieht gar nicht schlecht aus und vereinfacht den Bau des Aufbaues ganz ordentlich. Aber weil ich mir das Leben gern komliziert mache, habe ich dann doch über eine Inneneinrichtung nachgedacht und auch angefangen, etwas derartiges zu konstruieren, aber dann kamen ja erstmal andere Probleme auf…

Mein Freund Robert hat sich der unfertigen Idee dann angenommen und sowohl eine – diesmal vollständige und passende – Inneneinrichtung konstruiert, natürlich nach strengen Leichtbauprinzipien, denn gewichtsmäßig können wir uns die Inneneinrichtung eigentlich nicht leisten.

Die Frage ist dabei natürlich: Was sieht man dabei wirklich von außen und die Antwort dürfte sein: Nicht wirklich viel. Aber wer schonmal bei den Flugzeugmodellbauern reingeschaut hat (den nicht ferngesteuerten), der wird immer wieder beobachten, wie die Kollegen mit großer Liebe zum Detail Inneneinrichtungen erarbeiten, von denen man am Ende eigentlich gar nichts mehr sieht.

Aber der stolze Erbauer weiß: Das sieht innen perfekt aus! Klingt erstmal etwas verschroben, aber ich kann den Ansatz verstehen. Manchmal geht es eben nicht um reine Schauwerte, sondern auch ums „weil ich’s kann“.

Also war die Frage: Wie weit wollen wir es treiben mit der Innenraumdetaillierung?

Wie sich herausgestellt hat: Ziemlich weit. Aber es hat halt auch Spaß gemacht…und da schießt man vielleicht ein bißchen über’s Ziel hinaus…

Die Bildschirme sind von hinten auf Folie gedruckt, mit einer Schicht weißer Farbe zum Schluß, sodass sie bei Beleuchtung mit einer LED eine gleichmäßige Ausleuchtung haben. Bei den großen Monitoren im Fahrpult habe ich dafür pyramidenförmige Leuchtboxen gedruckt, in die man eine 3mm-LED (kaltweiß) einkleben kann. Die LED muss unbedingt mit Schleifpapier aufgerauht werden, um ein möglichst diffuses Licht zu erzeugen. Die Leuchtpyramiden sind innen silber auslackiert.

(Das Smartphone lässt die Bildschirme etwas zu hell wirken)

Die „Möbel“ der Brücke sind ebenfalls 3D-gedruckt. Ich habe dabei schon entsprechendes Filament in den verschiedenen Farben benutzt, sodaß man eigentlich nichts mehr anmalen musste. Dazu habe ich rotes Filament im richtigen Farbton besorgt und Holuzfilament, das mir zwar einen Tick zu gelb ist, aber am Ende doch ganz gut aussieht.

Die Instrumente und Bedienelemente sind teils mit den UV-Drucker aufgedruckt, teils mit dem Resindrucker 3D-gedruckt. Man kann sich natürlich streiten, was man im Endeffekt wirklich nachbildet, da muss man irgendwo auch eine Grenze ziehen, von außen wird man eh nur die Hälfte sehen. Es geht im Grund um Highlights.

Die Sitze sind gekaufte 3D-Drucke, alle mussten leicht modifiziert werden, so sind zum Beispiel die hinteren Sitze deutlich niedriger, aber das war unter Zuhilfenahme von einer Feinsäge und Klebstoff schnell erledigt. Der Boden ist auf Klebefolie gedruckt und eingeklebt.

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