Kraftzentrale

Kraftzentrale

Zwar liegt mein Hauptaugenmerk noch auf der STEPPKE, aber während der allfälligen Pausen für Farbtrocknung oder um auf bestellten Kleinkram zu warten, möchte ich die Zeit ein bißchen sinnvoll nutzen. Also versuche ich mich parallel an Baugruppen der BERLIN.

Schon lange juckt mir das Antriebspack der BERLIN in den Fingern. Die ausgelaserten Holzteile passen sehr gut zusammen und ich verklebe sie mangels vorhandenem geeignetem Holzleim kurzerhand mit 2-Komponenten-Epoxy. Das hält bombenfest.

Interessant ist dabei wieder mal ein Blick in die Bauanleitung, wobei “Anleitung” für diese Serie von Explosionszeichnungen und Bauteilbezeichnungen schon ein sehr großes Wort ist. Andererseits würde eine der ja leider immer noch anzutreffenden, irgendwo zwischen chinesisch und deutsch auf der Strecke gebliebenen Anleitungen auch eher verwirren. Trotzdem wäre es einfach ganz nett, wenn man ein kleines bißchen mehr hätte, an dem man sich festhalten kann. Wo kommt zum Beispiel der Fahrakku hin?

So bleibt es an manchen Stellen rätselhaft, vor allem wenn die Zeichnungen teilweise so offensichtlich von der Realität abweichen. Das Bugstrahlruder (zu dem wir später nochmal konkret werden) zum Beispiel sieht in der Zeichnung viel länger aus, was beim Teilesammeln für Verwirrung sorgt: Ist das kleine Stückchen Messing wirklich das Wellrohr, das in der Zeichnung viermal so lang aussieht?

Aber man schaut auch ein bißchen in die Entwicklung des Bausatzes rein. Zurück zum Motorträger. Ein wirklich stabiles Stück Sperrholz-Fachwerk entsteht da, passt gut und in der Anleitung…

…ist oben tatsächlich erstmal ganz offensichtlich ein einteiliger Kunststoff-Motorenträger abgebildet. Auf der selben Seite unten dann der tatsächliche Sperrholzkamerad:

Kunststoff wäre natürlich widerstandsfähiger gegen eventuell eindringendes Wasser gewesen. Aber andererseits vielleicht auch weniger stabil. Ich lackiere das fertige Holzgerüst einfach mit mehreren Schichten hochwertigem Klarlack, das sollte auch helfen. Danach schraube ich die Motoren rein und die Servos. Kann gut sein, dass ich einen der Servos noch drehen muss, damit sich Ruderanlenkung und Klappenbetätigung nicht in die Quere kommen. Bei der Klappe möchte ich etwas anderes probieren als ein Seilzugbetätigung, weil die nach verschiedenen Erfahrungsberichten eher suboptimal sein soll. An dieser Stelle werde ich meine Erfahrung aus dem Revell-Marwede-Versuch zum Tragen bringen, doch dazu zu gegebener Zeit näheres.

Nächste Frage: Wohin mit dem Fahrtregler? Ich möchte das Ganze gerne so aufgeräumt wie möglich halten. Daher konstruiere und drucke ich eine Plattform, die sich an den Motorträger anschrauben lässt und die den Fahrtregler zwischen den Motoren platziert. Da dieser genug Bums für beide Motoren hat, lasse ich sie beide gemeinsam darüber laufen. Es wird sich zeigen, ob das ein Fehler ist…

Die Elektronik wird aber auf jeden Fall in eine wasserdichte Box im Aufbau eingebaut werden. Außerdem möchte ich den Rumpf so hermetisch wie möglich halten, damit das Schiff wirklich auch rauhere Verhältnisse übersteht.

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